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Almabtrieb im Franche-Comté Almabtrieb im Franche-Comté

Almabtrieb im Franche-Comté

10. September 2011

„Der Frühling ist zwar schön, doch wenn der Herbst nicht wär, wär zwar das Auge satt, der Magen aber leer. „
Friedrich von Logau (1604-55, dt. Dichter)

Die Kühe haben den Sommer auf den Bergen des französischen Jura verbracht und dort frisches Gras gefressen, um die gute Milch für den Käse zu geben. Bevor jedoch der Winter kommt und es wieder richtig kalt wird, kommen sie von den Bergen herunter ins Tal. In „Les Hôpitaux-Neufs“, einem kleinen Dorf des französischen Jura, ist der Almabtrieb schon lange eine Tradition. Jedes Jahr feiern die umliegenden Dörfer die Rückkehr der Milchkühe ins Tal. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde noch der Almauftrieb gefeiert. Dieser findet jedoch im Juni statt, genau zu der Zeit in der die Bauern besonders viel Arbeit mit dem Heu haben. Die zwei großen Bauernfamilien Guyon und Paquette haben im Jahre 1972 also beschlossen in erster Linie den Almabtrieb zu feiern, wenn die Arbeit auf dem Hof geringer ist. Seit mehreren Jahren gibt es nun auch einen Verein, der sich um die Organisation der Feier kümmert. So ist aus der einst am Zweck des Almabtriebs orientierten kleinen Feier eine touristische Attraktion geworden. Ein Umzug mit traditionellen Wagen, geschmückten Kühen, Bergbewohnern in Trachten und Musikkapellen, eine Tombola, Essensmöglichkeiten und ein gemeinsamer Tanzabend stehen auf dem Programm. Es ist ein großes Fest für die kleine Gemeinde, die nur gut 700 Einwohner zählt.

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